| Über Männer- und Fauengehirne Männer- und Frauengehirne: Welches ist zukunftsfähig?
Der am einfachsten zu messende Unterschied zwischen dem Gehirn einer Frau und dem eines Mannes ist das Gewicht. Bei Männern fällt das Organ mit durchschnittlich 1 375 Gramm um rund 130 Gramm schwerer aus als bei Frauen. Zudem besitzt ein männliches Gehirn rund vier Milliarden mehr Nervenzellen als ein Frauenhirn. Ein durchschnittliches Gehirn besitzt übrigens circa 100 Milliarden Nervenzellen.
Dass Gewicht und damit die Größe nicht alles und damit zukunftsträchtig ist, führte nun Professor Manfred Spitzer, ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm in der Fachzeitschrift "Nervenheilkunde" aus. Er sieht in evolutionärer Hinsicht das Gehirn einer Frau als das bessere an.
Frauengehirne punkten im Vergleich zum männlichen Denkorgan zwar nicht beim Sehen, aber dafür beim Fühlen, Hören, Riechen und Schmecken. Zudem halten sie länger durch. Männer sind von der Evolution her auf Leistung getrimmt, was nach Meinung Spitzers mit dem Risiko verbunden ist, dass erstens mehr Ausschuss dabei entsteht und zweitens auf Haltbarkeit nicht so viel Wert gelegt wurde. Dadurch seien die Extremwerte bei Männern ausgeprägter als bei Frauen: Es gibt unter Männern mehr Hochbegabte, aber auch mehr Behinderte als unter Frauen.
Dass weibliche Gehirne besser auf Kommunikation getrimmt sind als Männergehirne, wird kaum jemanden überraschen. Mädchen wissen schon mit 16 Monaten bereits 13 Wörter mehr, mit zwei Jahren über 100 Wörter mehr als Jungen. Sie sprechen früher spontan und verwenden später auch kompliziertere grammatische Strukturen wie Passiv und Partizip. Im Erwachsenenalter gebrauchen Frauen täglich etwa 20 000 Wörter, Männer dagegen nur 7 000 Wörter. Hinzu kommt, dass Frauengehirne über mehr soziale Intelligenz verfügen, was zusammen mit der Kommunikationsfähigkeit für Spitzer auch die Zukunftfähigkeit des Organs ausmacht. Vor dem Hintergrund zunehmender globaler Probleme mit Aggression und Gewalt seien genau diese Fähigkeiten entscheidend. Mädchengehirne entwickeln sich seiner Ansicht nach derzeit zu einem enorm starken und leistungsfähigen Organ, weil es nicht wie beim Mann in Testosteron badet.
Im männlichen Gehirn werden dagegen unter dem Einfluss des männlichen Sexualhormons vor allem in den Zentren für Kommunikation und Sozialverhalten zunehmend Nervenzellen absterben. Nur ein kleines Areal, das ihren Sexualtrieb steuert, wüchse unter eben diesem Hormon auf die 2,5-fache Größe im Vergleich zu Frauen.
Quelle yahoo.de
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