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Religion & Ethik Alles über Gott und seine Schöpfung. Auf zur geisteswissenschaftlichen Debatte!

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Vieux 17/01/2008, 20h21
Avatar de AmiNiac
wassel
 
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AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom AmiNiac a une réputation au-delà de tout renom
politik und religion

wie denkt ihr, ist das zu vereinbaren?

ich für mich als muslim, intressier mich für den islam als solches, und erfahre die grenze sobald ich anfange zu lesen: khalifatstaat, nachfolgerschaft, gazw (eroberungen), emir hastenichgesehen und bla bla

ich kann dem dann absolut nich folgen und möchte es auch nicht.

ich wunder mich über leute, die dann vom großem vereinigten islamistan träumen oder was.

ich finde, islam gehört nich in die politik, weil das nimmt dem viel von seinem eigentlich sinn denke ich.

hinzu kommt noch die tatsache, dass der islam dadurch als religion für politische zwecke missbraucht wird. was viel zu schade ist für eine religion ist, die ja eine sehr persönliche heilige sache ist.

im begriff ist politik fast gleichgesetzt mit macht, machtstreben, machterhalt. ohne feste hierarschie zwischen den menschen im staat, kann man schlecht regieren und ordnung bringen.
so kann ich mir also nicht denken, dass der islam für die politik im positiven sinne was beitragen kann, denn im islam sind wir grundsätzlich gleich. in der politik allerdings funktioniert das alles nicht und kann es auch nicht.

wie seht ihr das?
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Vieux 17/01/2008, 22h46
Avatar de Ram-Z
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AW: politik und religion

ich kann nicht mitdiskutieren bevor ich lese/erzählt bekomme/irgendwie erfahre wie ein islamischer Staat idealerweise funktionieren soll...wir müssen die Schari3a genau studieren um vergleichen zu können.
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Vieux 17/01/2008, 23h17
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AW: politik und religion

Citation:
Envoyé par wikipedia
Unterschiedlicher Rechtsstatus für verschiedene Menschen und Völker

Die Schari'a unterteilt die Menschen und Völker je nach ihrem Glauben und ihrem Verhältnis zum islamischen Staat in verschiedene rechtliche Kategorien, die den Rechtsstatus einer Person festlegen:
  • Bürger des islamischen Staates:
    • Muslime - sie haben alle Rechte und Pflichten.
    • Dhimmis - Schutzbefohlene („Buchbesitzer“, Monotheisten), die eingeschränkte Rechte haben, Sondersteuern zahlen müssen, aber staatlicherseits geschützt sind.
  • Bürger fremder, nicht-islamischer Staaten:
    • Harbis - Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden. Die Scharia gebietet es, diese Menschen zu töten. Frauen, Kinder und nicht am Kampf beteiligte Männer wie z.B. Mönche, sind jedoch gesondert geschützt. Rechte wie das Recht auf Eigentum haben Harbis nicht, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.
    • Mu'ahids - Nicht-Muslime, die sowohl Götzendiener als auch Christen und Juden sein können und mit denen ein Friedensvertrag besteht. Sie zu töten ist eine schwere Sünde, ihre Rechte müssen geachtet werden.[4]
Über diese allgemeine Einteilung hinaus gibt es auch Unterschiede innerhalb der genannten Gruppe; so haben Frauen im islamischen Erb- bzw. Familienrecht nicht die gleichen Rechte wie Männer. Speziell im Erbrecht sind sie benachteiligt, haben auf der anderen Seite jedoch - anders als Männer - auch keine Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Familienmitgliedern. Das islamische Völkerrecht (siyar) regelt die Rechtsstellung der nichtmuslimischen Frauen indes z. T. günstiger als die der nichtmuslimischen Männer.
da ist niemand gleich... am besten stehst du da als moslem, am besten noch landsmann und überhaupt als mann.
das ist diskriminierend und hat nichts in einem staat verloren, zuweilen wird den nicht-moslems auferlegt sich nach muslimischen regeln und gesetzen zu richten und es gibt extra-gesetze, die nur für moslems gelten.
man darf recht und gesetz nicht von person zu person unterschiedlich anwenden und erst den lebenslauf prüfen geschweige denn den schweregrad eines delikts danach richten.
ich finds auch nicht ok einem ganzen staat und all den bürgern aufzuerlegen wie sie sich zu kleiden und im täglichen leben zu verhalten haben.

Citation:
Das islamische Gesetz regelt alle äußeren Beziehungen und Verpflichtungen (forum externum) des Menschen zu Gott und zu den Mitmenschen. Das Gesetz achtet darauf, dass die religiösen Verpflichtungen des Einzelnen gegenüber Gott, d. h. al-'ibadat / العبادات ‎ / al-ʿibādāt /„gottesdienstliche Handlungen“, erfüllt werden und alle Beziehungen des Einzelnen zu seinen Mitmenschen, d. h. al-mu'amalat / المعاملات ‎ / al-muʿāmalāt /„gegenseitige Beziehungen“, stets dem Gesetz entsprechen
was auch nicht ok ist, denn religion ist privatsache und die wird beschnitten sobald mir auferlegt wird wie ich zu glauben habe. das recht mir das zu nehmen hat niemand.
wenn ich richtig verstehe, darf man auch nicht frage stellen und muss eventuelle widersprüche bedingungslos akzeptieren.
religiöse gesetze dürfen nur in frage gestellt werden, wenn gott den weg dazu weist, das heisst der menschliche wille und die logik, das verständis eines einzelnen werden unterbunden.

ein absolutes no go
__________________
Sometimes I lie awake at night and I ask, "Why me?", then a voice answers "Nothing personal, your name just happened to come up." -- Charlie Brown

Dernière modification par Nemesis ; 17/01/2008 à 23h22.
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Vieux 18/01/2008, 03h20
Kelma wou koss.
 
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Ibnisabil commence à faire entendre parler de lui/elle Ibnisabil commence à faire entendre parler de lui/elle Ibnisabil commence à faire entendre parler de lui/elle Ibnisabil commence à faire entendre parler de lui/elle
Re : politik und religion

Lob sei Allah!

Politischer Islam ist wenn der Islam politisch missbraucht wird. Das kommt der Heuchelei zumindest nahe und ist im schlimmsten Fall irreleitend, da es die Menschen vom Islam grundsätzlich abschrecken könnte. In der Geschichte des Abendlandes wurde das Christentum machtpolitisch zweckentfremdet, was zu einer weitläufigen Distanz gegenüber der Kirche führte und die hiesige Idee des Säkularismus gebar. Der ihr innewohnende Gedanke hat seine Berechtigung, wenn man die natürliche Spannung zwischen Ideal und Macht bedenkt. Dieser Gefahr kann sich jedoch keines der irdischen Staats- und Gesellschaftssysteme entbehren! Auch in säkularen Demokratien kommt es offensichtlich immer wieder zu einem Machtmissbrach.

Den Altfrüheren, allen voran der Gesandte Allahs (s.) und die Rechtgleiteten Kalifen (al-Ḥulafā' ar-rāšidūn) war das nicht unbewusst, ganz im Gegenteil... Ihr Beispiel hinterlies den islamischen Grosskulturen einer vorbildliche Heilsgeschichte, welche ihnen das Vertrauen in eine islamische Politik schenkte. Nachdem sie dem gefolgt sind, was sie vorrausgeschickt hatten, entstanden neue Reiche, welche gemessen an dem Ideal ihrer Vorgänger weniger erfolgreich waren. Erweitert man den Vergleich auf andere Zivilisationen dieser Zeitalter hingegen wird schnell deutlich, welch goldene Epoche dies für die Muslime war. Dennoch wurden die damaligen Reiche nicht nach der Religion (etwa Osmanen-, Ummayaden-, Abbassiden-, Mogul-Reich etc.) benannt. Es gab also schon eine gewisses Verständniss für säkulare Elemente. Allerdings eher im Sinne von 'Unterscheiden' als das wetliche 'Trennen'. Höchste Instanz war das göttliche Recht, und natürlich kann dieses immer unterschiedlich ausgelegt werden. Mal ein Segen und mal Leid... Natürlich wurde auch in der morgenländischen Geschichte die Religion für politische Interessen missbraucht, nach meinen bisherigen Kenntnissen aber nicht in einem solchen Maße, wie heutzutage die einfältigen Weltsichten für Profit und Eigennutz aufgebraucht werden. Im Land der Blinden ist der Einäugige König.

Gerade in Zeiten vielgübter Islamkritik ist Vorsicht und Sensibilität geboten. Allah vergelts dir Ram-Z.!

Wikipedia ist keine verlässliche Quelle. Bitte aufpassen! Ausserdem gab es seinerzeit keine Nationalstaaten. Das sind neue Konstrukte des Zusammenlebens. Ein undifferenzierter Vergleich von Gesetzen früherer Reiche und heutiger Nationalstaaten ist ungleich und führt zu faulen Ergebnissen. Die Behauptungen von grundsätzlicher Ungerechtigkeit wegen der Einbringung des Islams in die Politik ist - bei allem gebührenden Respekt gegenüber meinen Vorschreibern - haltlos und entbehrt jeder Grundlage.

Der Kern des Islams ist der Tauhīd. Der Tauhīd umfassst sowol das Forum Internum als auch das Forum Externum; das Lebens ist vielfältig und Ihr Schöpfer ist Einer. Wegen möglichen Missbrauchs darf man nicht die Möglichkeiten zur Erlangung seines Wohlgefallens aushebeln. Über das wie lässt sich streiten, aber das ob stell ich nicht in Frage, zumal Er den Mensch als Seinen Statthalter (Ḥalīf) auf Erden bestimmte (vgl. Q.2:30). Kann ein sich Ihm Ergebender denn eine Statthalterschaft ausgenommen Seiner Rechtleitung anstreben!?

Quintessenz: Kein politischer Islam, dafür eine islamische Politik!

Bei der Begegnung mit romantischen Schwärmern empfehle ich kritische Rückfragen zu stellen, solange Reserviertheit nicht besser ist.

Und Allah weiss es am besten!

Für eine tiefere Auseinadersetzung mit dem Themenkomplex einige Literaturhinweise:

- Das Buch der Staatskunst Siyāatnāma, Nizamulmuk, aus dem Persischen übersetzt und eingeleitet von Karl Emil Schabinger und Freiherr von Schowingen. ISBN: 3-7175-8098-1

- Multireligiöse Gesellschaft und Integration im Rsmanischen Reich, Rami Mourad. ISBN 3-9807346-1-7 Oder: http://www.way-to-allah.com/dokument...schenReich.pdf

- First Principles OF The Islamic State, S. Abul A'la Maududi. ISBN: ISBN-10: 1567440088

- The Political System in Islam - by Dr. M. Hamidullah

PS: Um so mehr Muslime sich aus Angst vor Verdächtigung des so genannten Islamismus nicht trauen einfach Muslime zu sein, desto niedriger sinkt der Standart, nach welchem beurteilt wird, ab wann man ein Islamist ist.
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