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| AW: politik und religion ich kann nicht mitdiskutieren bevor ich lese/erzählt bekomme/irgendwie erfahre wie ein islamischer Staat idealerweise funktionieren soll...wir müssen die Schari3a genau studieren um vergleichen zu können. |
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| AW: politik und religion Citation:
das ist diskriminierend und hat nichts in einem staat verloren, zuweilen wird den nicht-moslems auferlegt sich nach muslimischen regeln und gesetzen zu richten und es gibt extra-gesetze, die nur für moslems gelten. man darf recht und gesetz nicht von person zu person unterschiedlich anwenden und erst den lebenslauf prüfen geschweige denn den schweregrad eines delikts danach richten. ich finds auch nicht ok einem ganzen staat und all den bürgern aufzuerlegen wie sie sich zu kleiden und im täglichen leben zu verhalten haben. Citation:
wenn ich richtig verstehe, darf man auch nicht frage stellen und muss eventuelle widersprüche bedingungslos akzeptieren. religiöse gesetze dürfen nur in frage gestellt werden, wenn gott den weg dazu weist, das heisst der menschliche wille und die logik, das verständis eines einzelnen werden unterbunden. ein absolutes no go
__________________ Sometimes I lie awake at night and I ask, "Why me?", then a voice answers "Nothing personal, your name just happened to come up." -- Charlie Brown Dernière modification par Nemesis ; 17/01/2008 à 23h22. |
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| Re : politik und religion Lob sei Allah! Politischer Islam ist wenn der Islam politisch missbraucht wird. Das kommt der Heuchelei zumindest nahe und ist im schlimmsten Fall irreleitend, da es die Menschen vom Islam grundsätzlich abschrecken könnte. In der Geschichte des Abendlandes wurde das Christentum machtpolitisch zweckentfremdet, was zu einer weitläufigen Distanz gegenüber der Kirche führte und die hiesige Idee des Säkularismus gebar. Der ihr innewohnende Gedanke hat seine Berechtigung, wenn man die natürliche Spannung zwischen Ideal und Macht bedenkt. Dieser Gefahr kann sich jedoch keines der irdischen Staats- und Gesellschaftssysteme entbehren! Auch in säkularen Demokratien kommt es offensichtlich immer wieder zu einem Machtmissbrach. Den Altfrüheren, allen voran der Gesandte Allahs (s.) und die Rechtgleiteten Kalifen (al-Ḥulafā' ar-rāšidūn) war das nicht unbewusst, ganz im Gegenteil... Ihr Beispiel hinterlies den islamischen Grosskulturen einer vorbildliche Heilsgeschichte, welche ihnen das Vertrauen in eine islamische Politik schenkte. Nachdem sie dem gefolgt sind, was sie vorrausgeschickt hatten, entstanden neue Reiche, welche gemessen an dem Ideal ihrer Vorgänger weniger erfolgreich waren. Erweitert man den Vergleich auf andere Zivilisationen dieser Zeitalter hingegen wird schnell deutlich, welch goldene Epoche dies für die Muslime war. Dennoch wurden die damaligen Reiche nicht nach der Religion (etwa Osmanen-, Ummayaden-, Abbassiden-, Mogul-Reich etc.) benannt. Es gab also schon eine gewisses Verständniss für säkulare Elemente. Allerdings eher im Sinne von 'Unterscheiden' als das wetliche 'Trennen'. Höchste Instanz war das göttliche Recht, und natürlich kann dieses immer unterschiedlich ausgelegt werden. Mal ein Segen und mal Leid... Natürlich wurde auch in der morgenländischen Geschichte die Religion für politische Interessen missbraucht, nach meinen bisherigen Kenntnissen aber nicht in einem solchen Maße, wie heutzutage die einfältigen Weltsichten für Profit und Eigennutz aufgebraucht werden. Im Land der Blinden ist der Einäugige König. Gerade in Zeiten vielgübter Islamkritik ist Vorsicht und Sensibilität geboten. Allah vergelts dir Ram-Z.! Wikipedia ist keine verlässliche Quelle. Bitte aufpassen! Ausserdem gab es seinerzeit keine Nationalstaaten. Das sind neue Konstrukte des Zusammenlebens. Ein undifferenzierter Vergleich von Gesetzen früherer Reiche und heutiger Nationalstaaten ist ungleich und führt zu faulen Ergebnissen. Die Behauptungen von grundsätzlicher Ungerechtigkeit wegen der Einbringung des Islams in die Politik ist - bei allem gebührenden Respekt gegenüber meinen Vorschreibern - haltlos und entbehrt jeder Grundlage. Der Kern des Islams ist der Tauhīd. Der Tauhīd umfassst sowol das Forum Internum als auch das Forum Externum; das Lebens ist vielfältig und Ihr Schöpfer ist Einer. Wegen möglichen Missbrauchs darf man nicht die Möglichkeiten zur Erlangung seines Wohlgefallens aushebeln. Über das wie lässt sich streiten, aber das ob stell ich nicht in Frage, zumal Er den Mensch als Seinen Statthalter (Ḥalīf) auf Erden bestimmte (vgl. Q.2:30). Kann ein sich Ihm Ergebender denn eine Statthalterschaft ausgenommen Seiner Rechtleitung anstreben!? Quintessenz: Kein politischer Islam, dafür eine islamische Politik! Bei der Begegnung mit romantischen Schwärmern empfehle ich kritische Rückfragen zu stellen, solange Reserviertheit nicht besser ist. Und Allah weiss es am besten! Für eine tiefere Auseinadersetzung mit dem Themenkomplex einige Literaturhinweise: - Das Buch der Staatskunst Siyāatnāma, Nizamulmuk, aus dem Persischen übersetzt und eingeleitet von Karl Emil Schabinger und Freiherr von Schowingen. ISBN: 3-7175-8098-1 - Multireligiöse Gesellschaft und Integration im Rsmanischen Reich, Rami Mourad. ISBN 3-9807346-1-7 Oder: http://www.way-to-allah.com/dokument...schenReich.pdf - First Principles OF The Islamic State, S. Abul A'la Maududi. ISBN: ISBN-10: 1567440088 - The Political System in Islam - by Dr. M. Hamidullah PS: Um so mehr Muslime sich aus Angst vor Verdächtigung des so genannten Islamismus nicht trauen einfach Muslime zu sein, desto niedriger sinkt der Standart, nach welchem beurteilt wird, ab wann man ein Islamist ist. |
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