„Gemein, verletzend und angsteinflößend“
Demonstration gegen den Wilders-Film in Amsterdam
28. März 2008 Die Regierung in Den Haag hat sich vom anti-islamischen Film des niederländischen Politikers Geert Wilders distanziert. „Wir sehen nicht, dass damit etwas anderes bezweckt wird als das Verletzen von Gefühlen“, sagte Ministerpräsident Jan Peter Balkenende.
Kurz zuvor hatte der Rechtspopulist Wilders den 15-minütigen Film im Internet veröffentlicht. Er bringt darin Verse aus dem Koran in direkten Zusammenhang mit Gräueltaten muslimischer Extremisten. Auch die umstrittene dänische Mohammed-Karikatur, die den Propheten mit einer Bombe als Turban zeigt, sowie die Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 sind in dem Film zu sehen.
Muslime: „Nicht so schlimm wie erwartet“
Niederländische Muslim-Verbände erklärten kurz nach Veröffentlichung des Films, er sei nicht so schlimm wie erwartet. Sie hatten befürchtet, Wilders würde in dem Video den Koran verbrennen oder ihn in Stücke reißen. Dies sei aber nicht der Fall. Wilders teste mit dem Film die Grenzen, überschreite sie aber nicht. Er zeige nur Bilder, „die wir alle schon kennen“. Der Film sage mehr über Wilders, als über den Koran.
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