Bush will Nahost-Frieden bis zum Ende seiner Amtszeit Washington/Riad/Tel Aviv (dpa) - Die USA streben noch bis zum Ende der Amtszeit von Präsident George W. Bush im Januar 2009 ein Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern an.
«Die Beteiligten haben gesagt, dass sie es noch während der Amtszeit des Präsidenten abschließen wollen», sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice am Mittwoch im Vorfeld der für kommende Woche geplanten Nahost-Konferenz in Annapolis (US-Staat Maryland). Die Ministerin räumte allerdings ein, dass ein solches Ergebnis keinesfalls garantiert sei. «Alles was man tun kann, ist sich nach besten Kräften zu bemühen.»
Die Konferenz am kommenden Dienstag soll die seit sieben Jahren unterbrochenen Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern wieder in Gang bringen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, hatte allerdings bereits vor überzogenen Erwartungen gewarnt. «Unmittelbare Ergebnisse» seien bei der Zusammenkunft, zu der auch mehr als 40 Vertreter von anderen Staaten und Organisationen eingeladen sind, nicht zu erwarten.
Am Mittwoch war nach wie vor unklar, ob die Außenminister Saudi-Arabiens und Syriens teilnehmen. US-Präsident George W. Bush telefonierte mit dem saudischen König Abdullah, um die Unterstützung Riads zu erreichen. Zunächst war das Treffen im US-Bundesstaat Maryland für zwei Tage geplant gewesen. US-Medien äußerten sich am Mittwoch skeptisch. Die Konferenz sei ein «hochriskantes Spiel», meinte die «New York Times».
Die Konferenz, zu der US-Außenministerin Condoleezza Rice Israel und die Palästinenser sowie die arabischen Länder einlädt, soll nach jahrelangem Stillstand den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang bringen. Auch internationale Organisationen wurden eingeladen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nimmt in der Funktion als G8-Präsident an dem Treffen bei Washington teil, bestätigte das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin. Es geht darum, Israel und die Palästinenser zu Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung zu bewegen. In Washington heißt es, US-Präsident George W. Bush wolle das Treffen mit einer Rede eröffnen. Außerdem werde er sich mit mehreren Teilnehmern zu bilateralen Gesprächen treffen.
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