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Islamische Bibliothek Teile uns dein Wissen mit über: empfehlenswerte islamische Literatur, Islamsiche Geschichten, wahre Begebenheiten etc.

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  #16 (permalink)  
Vieux 16/02/2008, 09h54
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Verkündigung

Nun begann Muhammad (s) mit ganzer Kraft seine Botschaft den Menschen zu verkünden, ihm zur Seite Chadidscha, als erste Muslima. Sie schenkte ihm volles Vertrauen, gab ihm Geborgenheit und Sicherheit und erfüllte ihn mit Frieden, obwohl ihm durch Waraqa die künftigen Schwierigkeiten seiner Aufgabe prophezeit worden waren.

Zuerst gewann Muhammad (s) nur wenige Anhänger in Mekka. Obwohl Chadidscha, wie auch Muhammad (s), zu dem mächtigen Stamm Quraisch gehörten und beide ein sehr hohes Ansehen genossen, lehnten die Mekkaner, und unter ihnen vor allem die Quraischiten, seine Botschaft absolut ab und bekämpften ihn mit allen Mitteln. Der Erfolg von Muhammads (s) Botschaft hätte nämlich den Sturz der Quraisch mit ihrem Ruhm bedeutet, die Vernichtung ihrer Religion und die Zerstörung ihrer Götter, die schon ihre Väter und Urväter verehrt hatten. Auf Chadidscha und ihren Mann wurde daher in jeder Form, moralisch und materiell, Druck ausgeübt, um Muhammad (s) zur Beendigung der Verkündigung seiner Botschaft zu bewegen. Chadidscha stand trotzdem immer zu ihrem Mann, dem Auserwählten, und erduldete alle Demütigungen der Quraischiten und der Mekkaner. Die Schikanen gingen so weit, daß niemand mehr in Mekka von ihnen etwas kaufte oder an sie verkaufte, weder Waren noch Nahrungsmittel. Es entwickelte sich eine Art vollständiger Boykott durch den sie beinahe zugrunde gegangen wären. Daher mußte Chadidscha, begleitet von ihrem Manne, ihr Haus verlassen und sich unter dem Schutz Abu Talibs, des Oheims ihres Mannes, begeben, in dessen Haus sie für drei Jahre Aufnahme fand. Dies alles war besonders schwer für Chadidscha zu ertragen, denn sie war mittlerweile schon etwa 62 Jahre alt. Erst nach dreijährigem Aufenthalt in dem Haus von Abu Talib konnte Chadidscha wieder in ihr Haus zurückkehren.

Wie hart Chadidscha dieses Schicksal getroffen hatte, zeigt die Tatsache, daß sie bereits drei Tage nach der Rückkehr in ihr Haus im Alter von fünfundsechzig Jahren verstarb. Chadidscha verließ die Welt und ließ Muhammad (s) mit vier Töchtern und seiner kleinen Gemeinde allein zurück.

Das Jahr in dem Chadidscha starb wurde "das Jahr der Trauer" genannt. Nach ihrem Tod begann für Muhammad (s) eine Zeit voller neuer Schwierigkeiten und Härten.
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  #17 (permalink)  
Vieux 21/02/2008, 16h03
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Stellung Chadidschas zum Islam

Chadidscha hat unter den Ehefrauen des Propheten nicht nur in menschlicher Hinsicht eine Sonderstellung, sondern auch in religiöser Hinsicht. So ist Chadidscha die erste Frau, die an Muhammad (s) und seine Botschaft glaubte. Auch unterstützte sie ihn mit all ihrer Kraft und ihrem Vermögen, bis hin zur Selbstaufopferung in seine Botschaft. Dem entspricht auch ihre besondere Stellung vor Gott: "Wahrlich, Allah übermittelt dir Grüße, o Chadidscha!" lautet beispielsweise eine Überlieferung nach Muhammad (s); an keine andere Ehefrau ist ein ähnlicher Gruß ergangen.

Der Qur'an geht in Sure Ad-Duha (93/6-8) auf ihre Ehe mit Muhammad (s) ein:

"Hat ER dich nicht als Waise gefunden und dir Obdach gewährt?

Und dich herumirrend gefunden und rechtgeleitet!

Und dich bedürftig gefunden und reich, gemacht!"



Chadidscha trägt den Titel: "Die erste Muslima" und "Die erste Mutter der Gläubigen", wodurch sie vor allen muslimischen Frauen und auch vor den anderen Müttern der Gläubigen ausgezeichnet ist.

Als Chadidscha Muhammad (s) und die Welt verließ, hatte die islamische Botschaft bereits festen Boden gewonnen. Sie war nicht nur in ganz Arabien bekannt, sondern auch außerhalb, sogar bis Abessinien, verbreitet.


Chadidscha war Muhammad (s) mehr als eine Ehefrau. Zugleich war sie Muhammad (s), dem Waisen, eine Mutter, und Muhammad (s), dem verheißenen Propheten, eine Schützerin, und Muhammad (s), dem Tapferen, eine Inspiratorin, und nicht zuletzt dem Propheten, dem Auserwählten, eine Quelle der Gewißheit, der Geborgenheit, des Friedens und des Vertrauens.
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  #18 (permalink)  
Vieux 29/02/2008, 08h19
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Fatima (ra) bint Muhammad salla Allahou 3alayhi wa sallem

Fatima war das fünfte Kind von Muhammad (sas) und Chadidscha (r).
Sie wurde zu der Zeit geboren, als ihr edler Vater begonnen hatte, lange
Zeit damit zu verbringen, sich in die Einsamkeit der Berge um Mekka
herum zurückzuziehen, um zu meditieren und über die überwältigenden
Geheimnisse der Schöpfung nachzudenken.
Das war zu der Zeit, als ihre älteste Schwester Zaynab ihren Cousin Al-
`As ibn Ar-Rabi`a heiratete. Es folgten die Hochzeiten ihrer anderen
zwei Schwestern Ruqayya und Umm Kulthum mit den Söhnen Abu
Lahabs, einem Onkel des Propheten väterlicherseits.
Beide, Abu Lahab und seine Frau Umm Jamil, wurden zu flammenden
Feinden des Propheten vom Anbeginn seiner öffentlichen Verkündung.
Die kleine Fatima sah ihre Schwestern eine nach der anderen das Haus
verlassen, um mit ihren Ehemännern zu leben. Sie konnte in ihrem Alter
die Bedeutung einer Ehe nicht verstehen und warum ihre Schwestern
das Haus verlassen mussten. Sie liebte sie innig und war traurig und
einsam, als sie gingen. Man sagt, dass sie von einer Stille und
schmerzlichen Traurigkeit eingehüllt wurde.
Natürlich war sie auch nach der Hochzeit ihrer Schwestern nicht allein
im Haus. Da waren noch Baraka, das Kindermädchen Aminas, der
Mutter des Propheten, die seit dessen Geburt bei ihm ist, Zayd ibn
Haritha und `Ali, der junge Sohn Abu Talibs, der zu jener Zeit ein Teil
von Muhammads Haushalt war. Und natürlich war da noch ihre
liebevolle Mutter, die edle Chadidscha (r). In ihrer Mutter und Baraka
fand Fatima großen Trost und Geborgenheit. In `Ali fand sie einen
„Bruder“ und einen Freund, der gleichwohl den Platz ihres eigenen
Bruders Al-Qasim einnahm. Dieser starb während seiner Kindheit. Ihr
anderer Bruder `Abdullah, der bekannt war als der Gute und der Reine,
der nach ihr geboren wurde, starb ebenso während seiner Kindheit.
Trotz allem hatte Fatima mit niemandem zu Hause so viel sorglosen
Spaß und Glück, welchen sie mit ihren Schwestern hatte. Sie war ein für
ihr Alter ungewöhnlich feinfühliges Kind.
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  #19 (permalink)  
Vieux 02/03/2008, 10h08
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Fortsetzung Fatima

Mit fünf Jahren erfuhr sie, dass ihr Vater (sas) der Gesandte Gottes war.
Als erstes überbrachte er die frohe Botschaft des Islams seiner Familie
und seinen engen Verwandten. Sie sollten nur noch Gott, den
Allmächtigen, verehren. Ihre Mutter, die wahre Unterstützung und
Stärke gab, erklärte Fatima, was ihr Vater tun musste. Ab diesem
Zeitpunkt fühlte sie sich ihm noch stärker verbunden und empfand eine
tiefe und andauernde Liebe für ihn. Sie sollte oft an seiner Seite sein, in
den engen Gassen Mekkas, wenn sie die Ka`ba besuchten oder wenn
sie zu heimlichen Treffen der ersten Muslime gingen, die den Islam
angenommen hatten und dem Propheten (sas) ihre Gefolgschaft
zusicherten.
Eines Tages, sie war keine zehn Jahre alt, begleitete sie ihren Vater
zum Masjid Al-Haram, der heiligen Moschee. Er stand an dem Platz, der
Al-Hijr genannt wird, wandte sein Gesicht der Ka`ba zu und begann zu
beten. Fatima stand an seiner Seite. Eine Gruppe von Quraischiten
sammelte sich um den Propheten, ganz offensichtlich ohne gute
Absichten. Es waren Abu Jahl ibn Hischam, der Onkel des Propheten,
`Uqbah ibn Abi Mu`ayt, Umayyah ibn Khalaf und Schaybah und `Utbah,
Söhne des Ar-Rabi`ah. Die bedrohlich wirkende Gruppe kam auf den
Propheten (sas) zu und Abu Jahl, der Anführer, fragte: „Wer von euch
bringt die Innereien eines geschlachteten Tieres und wirft sie auf
Muhammad?“. `Uqbah ibn Abi Mu`ayt, einer der Übelsten unter ihnen,
meldete sich und machte sich auf. Er kam zurück mit den abscheulichen
Innereien und warf sie auf die Schultern des Propheten (sas), während
er noch in der Niederwerfung war. Abdullah ibn Mas`ud, ein Gefährte
des Propheten, war auch anwesend, doch er war nicht im Stande, etwas
zu tun oder zu sagen. Stellt euch vor, wie Fatima sich wohl gefühlt hat,
als sie sah, auf welche Art und Weise ihr Vater behandelt wurde. Was
konnte sie, ein kaum zehn Jahre altes Mädchen, schon tun?!
Sie lief zu ihrem Vater und beseitigte das ekelhafte Zeug und stellte sich
dann entschlossen und vor Wut schäumend vor die Gruppe der
streitsüchtigen Quraisch und empörte sich gegen sie. Nicht ein Wort
sagten sie zu ihr. Der edle Prophet (sas) hob sein Haupt von der
Niederwerfung und beendete sein Gebet. Dann sagte er: „Oh Herr,
mögest du die Quraisch bestrafen!“ und wiederholte diesen Fluch drei
Mal. Dann fuhr er fort: „ Mögest du `Utbah, `Uqbah, Abu Jahl und
Schaybah bestrafen!“
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  #20 (permalink)  
Vieux 22/03/2008, 15h41
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Fortesetzung :

Ein anderes Mal war Fatima mit dem Propheten, als er die Ka`ba
umrundete. Ein Mob von den Quraisch stellte sich um ihn herum. Sie
packten ihn und versuchten ihn mit seiner eigenen Kleidung zu würgen.
Fatima schrie auf und rief nach Hilfe. Abu Bakr stürzte zum Geschehen
und schaffte es, den Propheten zu befreien. Während er das tat, sprach
er verteidigend: „Wollt ihr einen Mann töten, der sagt: ‚Mein Herr ist
Gott’?“ Vom Aufgeben weit entfernt wandten sie sich Abu Bakr zu und
fingen an, ihn zu schlagen, bis sein Gesicht blutüberströmt war.
Die junge Fatima war also Zeugin solcher Begebenheiten voller
Bösartigkeit und Qual gegen ihren Vater und die ersten Muslime. Sie
stellte sich nicht gedemütigt in die Ecke, sondern mischte sich in die
Streitigkeiten ein, um ihren Vater und seine edle Mission zu verteidigen.
Sie war noch ein junges Mädchen, doch statt dem fröhlichen
Umhertoben, den Frohsinn und der Lebendigkeit der Kinder in ihrem
Alter, was sie auch normalerweise gewohnt sind, wurde Fatima Zeugin
solcher schweren Prüfungen und wurde daran beteiligt.

Natürlich stand sie damit nicht alleine. Die ganze Familie des Propheten
litt unter der rücksichtslosen Gewalt der ungläubigen Quraisch. Ihre
Schwestern Ruqayya und Umm Kulthum litten auch darunter. Zu jener
Zeit lebten sie im Bollwerk allen Hasses und aller Intrigen gegen den
Propheten. Ihre Männer waren `Utbah und `Utaybah, Söhne von Abu
Lahab und Umm Jamil. Sie war bekannt als eine harte und schroffe
Frau mit einer scharfsinnigen und teuflischen Zunge. Sie war auch der
Hauptgrund dafür, dass Chadidscha anfangs gegen eine Ehe ihrer
Töchter mit Umm Jamils Söhnen war. Es muss sehr schmerzhaft für
Ruqayya und Umm Kulthum gewesen sein, im Hause von hartnäckigen
Feinden zu leben, die nicht nur an der Kampagne gegen ihren Vater
teilnahmen, sondern diese anführten.
Um Muhammad (sas) und seiner Familie Schande zu bringen, wurden
`Utbah und `Utaybah von ihren Eltern gezwungen, sich von ihren
Frauen zu trennen. Das
war ein Teil der absoluten
Verächtungsstrategie. Doch der Prophet (sas) war sichtlich erleichtert
und nahm seine Töchter mit großer Freude wieder auf. Fatima war
zweifellos glücklich darüber, wieder mit ihren Schwestern zusammen
sein zu können. Sie alle wünschten sich, dass auch ihre älteste
Schwester Zaynab von ihrem Mann geschieden würde. Die Quraisch
übten tatsächlich Druck auf Abul-`As aus, doch er lehnte ab. Als
führende Personen der Quraisch zu ihm kamen und ihm die reichste
und schönste Frau anboten, falls er sich von Zaynab trennte, antwortete
er: „ Die Liebe zu meiner Frau ist groß und leidenschaftlich und ich habe
große Hochachtung vor ihrem Vater, auch wenn ich den Islam nicht
angenommen habe!“
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  #21 (permalink)  
Vieux 24/03/2008, 12h09
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Fortsetzung:

Ruqayyah und Umm Kulthum waren überglücklich, wieder mit ihren
geliebten Eltern zusammen zu sein und befreit von der unerträglichen
psychischen Folter, der sie in Umm Jamils Haus ausgesetzt waren.
Kurze Zeit später heiratete Ruqayya den jungen `Uthman ibn `Affan, der
unter den Ersten war, die den Islam annahmen. Beide wanderten nach
Abessinien aus, um dort Zuflucht zu suchen und blieben einige Jahre
dort. Fatima sollte Ruqayya nicht mehr sehen bis nach dem Tod ihrer
Mutter.
Die Verfolgungen des Propheten, seiner Familie und seiner
Gefolgschaft ging nicht nur weiter, sondern verschlimmerte sich noch
nach der Auswanderung der ersten Muslime nach Abessinien. In etwa
dem siebten Jahr seiner Gesandtschaft wurden der Prophet (sas) und
seine Familie gezwungen, ihr Haus zu verlassen und Zuflucht zu suchen
in einem rauen, kleinen Tal, das von allen Seiten eingeschlossen war
von Hügeln und das von Mekka aus nur über einen engen Pfad erreicht
werden konnte.
Muhammad und die Stämme der Banu Haschim und Al-Mutallib waren
gezwungen, in diesem dürren Tal zu bleiben, und das ohne genügende
Lebensmittelversorgung. Fatima gehörte mit ihren zwölf Jahren zu den
Jüngsten des Stammes und musste monatelang diese Härte und das
Leid ertragen. Man konnte das Jammern der hungernden Kinder und
das Klagen der Frauen bis nach Mekka hören. Die Quraisch erlaubten
keine Lebensmittel und keinen Kontakt mit den Muslimen, deren Leid
nur zur Pilgerzeit etwas erleichtert wurde.
Der Boykott dauerte drei Jahre an. Nachdem er aufgehoben wurde, sah
sich der Prophet (sas) mit noch größeren Prüfungen und
Schwierigkeiten konfrontiert. Seine vertrauensvolle und geliebte
Chadidscha starb kurz darauf. Als sie starb, versiegte für den Propheten
(sas) und seine Familie die größte Quelle für Trost und Stärke, die sie
durch die schwierigen Phasen gestärkt hatte. Das Jahr, in dem die
ehrwürdige Chadidscha und später auch Abu Talib starben, ist auch
bekannt als das Jahr der Trauer. Fatima, jetzt eine junge Frau, litt auf
das Äußerste unter dem Tod ihrer Mutter. Sie weinte bitterlich und von
Zeit zu Zeit überkam sie die Trauer so stark, dass sogar ihre Gesundheit
darunter litt. Einige befürchteten sogar, dass sie vor Trauer sterben
könnte. Obwohl ihre ältere Schwester Umm Kulthum wieder im Haus
lebte, erkannte Fatima, dass sie mit dem Tod ihrer Mutter eine noch
größere Verantwortung trug. Sie spürte, dass sie ihren Vater noch
stärker unterstützen musste. Mit liebevoller Zärtlichkeit gab sie sich in
seinen Dienst, um nach seinen Bedürfnissen zu schauen.
Sie kümmerte sich so sehr um sein Wohl, dass sie „ Umm Abiha – die
Mutter ihres Vaters“ genannt wurde. Auch gab sie ihm Trost und
Unterstützung in Zeiten von Schwierigkeiten und Prüfungen.

Oft waren diese Prüfungen zuviel für sie. Einmal kam es, dass eine
Gruppe Unverschämter Staub und Erde auf sein edles Haupt streuten.
Als er das Haus betrat, weinte Fatima immerzu, während sie das Haupt
ihres Vaters reinigte. „Weine nicht, mein Kind“, sagte er, „denn Gott wird
deinen Vater beschützen!“.
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  #22 (permalink)  
Vieux 31/03/2008, 11h36
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Salamou 3alaykom meine lieben,

so da ich es jedesmal versäumt habe die quellen für meine kopierten Texte hier mitanzugeben, werde ich das jetzt mal nachholen.

Also das meiste hab ich aus einer tollen seite, die ich mal zufällig gefunden habe und die ich irgendwie für sehr zuverlässig empfunden habe. hab auch stichprobenweise nachgegoogelt und einige sachen woanders nachgelesen und mir ist el7amdoullah nichts negatives aufgefallen, ausserdem sind die texte immer so schön. Aus dieser Seite habe ich die Texte über Fatima, Amsa und Aischa radhya Allah 3anahom : Willkommen auf der LK-Handbuch-Seite der MJD!. Auf dieser Seite findet man viele Texte super coole texte auch über andere wichtige Persönlichkeiten im Islam.


Die suche nach einem Text über Chadischa radhya Allah 3anaha war schon etwas schwieriger, weil ich auf meiner suche oft auf seiten gestoßen bin, die viele fehler beinhalteten. Diese Seite Chadidscha, die erste Mutter der Glubigen fand ich am besten.

so das wars. lieber zu spät als nie. nächstes mal gehts weiter mit fatima radhya Allah 3anaha. wenn ihr wünsche habt, also z.b. wen wir das nächste mal durchnehmen, dann bitteschön. ihr braucht auch nicht zu schüchtern zu sein, denn mein thread ist euer thread und eure postings sind jederzeit willkommen .

wa salam foussa
__________________
Wenn Träume Hand und Fuß bekommen
und aus Wünschen Leben wird,
dann kann man wohl von einem Wunder sprechen.
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  #23 (permalink)  
Vieux 11/05/2008, 17h03
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Fortsetzung:

Der Prophet (sas) empfand eine besondere Liebe für Fatima. Einmal
sagte er: „Wer auch immer Fatima zufrieden stellt, mit dem ist Gott
zufrieden und wer Fatima verärgert, über ihn ist Gott verärgert. Fatima
ist ein Teil von mir. Dinge, die sie zufrieden stellen, stellen auch mich
zufrieden. Dinge, die sie ärgern, ärgern auch mich.“
Er sagte auch: „Die besten Frauen der Welt sind vier: die Jungfrau
Maria, Asiya, die Frau des Pharao, Chadidscha, die Mutter der
Gläubigen, und Fatima, die Tochter Muhammads.“
Fatima – möge Gott mit ihr zufrieden sein – bekam den Titel „ Az-
Zahra“, was soviel bedeutet wie „die Strahlende“. Das aufgrund ihres
leuchtenden Gesichtes, das zu strahlen schien. Es wird gesagt, dass
jedes Mal, wenn sie betete, der Mihrab ihre Ausstrahlung reflektierte.
Sie wurde auch aufgrund ihrer Reinheit und Enthaltsamkeit „Al-Batul“
genannt.
Statt ihre Zeit unter anderen Frauen zu verbringen, verbrachte sie ihre
Zeit mit Gebeten, Qur’an lesen und anderen Gottesdiensten.
Fatima hatte eine große Ähnlichkeit mit ihrem Vater, dem Gesandten
Gottes. `A’ischa, die Frau des Propheten, sagte über sie: „Ich kenne
niemanden unter den Geschöpfen Gottes, der dem Gesandten Allahs
ähnlicher wäre in der Ausdrucksweise, in Gesprächen und im Verhalten
als Fatima, möge Allah (t) zufrieden sein mit ihr. Immer wenn der
Prophet (sas) sie kommen sah, begrüßte er sie, stand auf und küsste
sie. Er nahm sie bei der Hand und ließ sie sich auf seinen Platz setzen.“
Dasselbe tat sie, wenn der Prophet zu ihr kam. Sie stand auf, begrüßte
ihn mit Freude und küsste ihn.
Fatimas gutes Benehmen und ihre sanfte Art zu sprechen waren ein Teil
ihrer liebevollen und zarten Persönlichkeit. Besonders zuvorkommend
war sie zu armen und bedürftigen Menschen, denen sie oft ihre ganzen
Lebensmittel gab, auch wenn sie dann selbst hungrig blieb. Weder
sehnte sie sich nach dem Schmuck dieser Welt, noch nach dem Luxus
und den Bequemlichkeiten des Lebens. Sie lebte einfach.
Von ihrem Vater erbte sie eine überzeugende Redegewandtheit, die in
Weisheit wurzelte. Wenn sie sprach, waren die Menschen oft zu Tränen
gerührt. Sie hatte die Gabe und die Aufrichtigkeit, die Gefühle zu
entfachen, Menschen zu Tränen zu rühren und ihre Herzen zu erfüllen
mit Lobpreisung und Dankbarkeit Allah (t) gegenüber aufgrund seiner
Gnade und seiner unvorstellbaren Freigiebigkeit.
Einige Wochen nach dem Propheten, wanderte auch Fatima nach
Medina aus. Sie ging mit Zayd ibn Haritha, den der Prophet zurück nach
Mekka geschickt hatte, um den Rest der Familie zu holen. In der
Gruppe waren Fatima und Umm Kulthum, Sawda, die Frau des
Propheten, Zayds Frau Baraka und ihr Sohn Usama. Mit der Gruppe
reiste auch `Abdullah, Abu Bakrs Sohn, der seine Mutter und seine
Schwestern `A’ischa und Asma begleitete.
In Medina lebte Fatima mit ihrem Vater in einem einfachen Haus, das an
die Moschee grenzte. Im zweiten Jahr nach der Auswanderung bekam
sie Heiratsanträge über ihren Vater, die abgelehnt wurden. `Ali, der
Sohn Abu Talibs, nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging zum
Propheten, um um ihre Hand anzuhalten. Doch in der Gegenwart des
Propheten schämte er sich zutiefst und seine Lippen bewegten sich
nicht. Er starrte auf den Boden und brachte keinen Ton heraus.
Der Prophet (sas) fragte: „Warum bist du gekommen? Brauchst du
etwas?“ `Ali konnte immer noch nicht sprechen und der Prophet (sas)
deutete an: „Bist du vielleicht gekommen, um Fatima einen
Heiratsantrag zu machen?“ „Ja“, antwortete `Ali. Laut einer
Überlieferung sagte der Prophet (sas) daraufhin nur: „Marhaban wa
ahlan – Willkommen in der Familie.“ `Ali und eine Gruppe der Ansar, die
draußen wartete, verstanden dies als ein Einverständnis. Eine andere
Überlieferung besagt, dass der Prophet (sas) nach seiner Einwilligung
fragte, ob `Ali etwas als Brautgabe hatte. `Ali sagte, er hätte nichts. Der
Prophet (sas) erinnerte ihn daran, dass er ein Schild hatte, welches er
verkaufen könnte.
`Ali verkaufte den Schild an `Uthman für 400 Dirham. Als er zurück zum
Propheten eilte, um ihm die Brautgabe zu übergeben, hielt `Uthman ihn
an und sagte: „Ich gebe dir deinen Schild zurück als mein
Hochzeitsgeschenk!“

Fatima und `Ali haben also höchstwahrscheinlich Anfang des zweiten
Jahres nach der Auswanderung geheiratet. Sie war damals 19 Jahre alt
und Ali war ca. 21. Der Prophet selbst leitete die Hochzeitsfeierlichkeit.
Den Gästen wurden Datteln, Feigen und Hais serviert (eine Mischung
aus Datteln und Butter). Ein führendes Mitglied der Ansar schenkte
ihnen einen Stier, andere übergaben Getreide. Ganz Medina freute sich.
Es wird gesagt, dass ihnen der Prophet (sas) zu ihrer Hochzeit ein Bett
aus Holz, verflochten mit Blättern der Idhkir-Pflanze, schenkte. Dazu ein
Schaf, einen Topf und einen Wasserbehälter. Fatima verließ zum ersten
Mal das Haus ihre geliebten Vaters, um mit ihrem Mann ein neues
Leben zu beginnen.
Der Prophet (sas) war sehr besorgt um ihr Wohlergehen und schickte
Barakah mit ihr, falls sie Hilfe benötigen würde. Zweifellos war Baraka
eine Quelle der Fürsorge und des Trostes für sie. Der Prophet (sas)
betete für sie: „Oh Herr, segne beide, segne ihr zu Hause und segne
ihre Nachkommen.“

Ali hatte in seinem bescheidenen Haus nichts als ein Schafsfell für ein
Bett. Am Morgen nach der Hochzeitsnacht ging der Prophet (sas) zum
Hause Alis und klopfte an die Tür. Baraka öffnete die Tür und der
Prophet (sas) sagte zu ihr: „ Oh Umm Ayman, rufe meinen Bruder.“
Der Prophet (sas) wiederholte seine Worte etwas lauter. `Ali kam und
der Prophet (sas) sprach Bittgebete und wünschte ihnen Allahs Segen.
Dann fragte er nach Fatima. Sie kam mit einer geradezu unterwürfigen
Haltung und einer Mischung aus Scheu und Schüchternheit und der
Prophet (sas) sagte zu ihr: „Ich gab dich dem zur Ehe, der mir von
meiner Familie am liebsten ist.“ Auf diese Weise versuchte er sie zu
bestärken. Sie heiratete nicht einen absolut Fremden, sondern
jemanden, mit dem sie im selben Haus aufgewachsen ist, der in jungen
Jahren einer der ersten Muslime wurde, einer, der bekannt war für
seinen Einsatz, seinen Mut und seine Tugenden und den der Prophet
(sas) beschrieb als denjenigen, der „in dieser und in der nächsten Welt
sein Bruder ist.“

Quelle : Willkommen auf der LK-Handbuch-Seite der MJD!
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Fortsetzung:

Fatimas Leben mit `Ali war genauso einfach und bescheiden wie im
Hause ihres Vaters. Vom Aspekt des materiellen Wohlstandes
betrachtet war es ein Leben der Härte und der Entbehrungen. Ihr
ganzes gemeinsames Leben lang blieb `Ali arm, weil er keinen Wert auf
materiellen Wohlstand legte. Fatima war die Einzige zwischen ihren
Schwestern, die nicht mit einem wohlhabenden Mann verheiratet war.
Man kann sogar sagen, dass Fatimas Leben mit `Ali noch viel härter war
als das Leben im Hause ihres Vaters. Bevor sie geheiratet hatte, gab es
zumindest einige Helfer, die im Haushalt des Propheten aushalfen.
Doch jetzt musste sie praktisch alles alleine bewältigen. Um ihre Armut
etwas zu lindern, arbeitete `Ali als Wasserschöpfer und Wasserträger
und sie als Getreidemahlerin. Eines Tages sagte sie zu `Ali: „Ich habe
gemahlen, bis ich Blasen an den Händen bekommen habe.“ „Und ich
habe Wasser gezogen, bis mir der Rücken schmerzte“, sagte `Ali und
machte Fatima den Vorschlag: „Gott hat deinem Vater einige
Kriegsgefangene gegeben. Geh und frag ihn nach einem Bediensteten
für dich.“ Widerwillig ging sie zum Propheten (sas), der fragte: „ Was hat
dich zu mir geführt, meine kleine Tochter?“ „Ich bin gekommen, um dir
Friedensgrüße zu überbringen“, sagte sie, da sie sich schämte ihn zu
fragen.
„Was hast du gemacht?“ fragte `Ali, als sie alleine zurückkam. „Ich
habe mich geschämt, ihn zu fragen.“ sagte sie. Also gingen sie
gemeinsam zum Propheten, doch dieser war der Meinung, dass andere
bedürftiger waren als sie. „Ich werde dir niemanden geben und die As-
Suffah von Hunger gequält sein lassen. Ich habe nicht einmal genug
für sie...“ `Ali und Fatima gingen niedergeschlagen nach Hause. Doch in
der Nacht, nachdem sie beim Propheten (sas) waren, hörten sie seine
Stimme, als sie schon schlafen gegangen waren. Sie begrüßten ihn und
standen sofort auf, doch er sagte zu ihnen: „Bleibt, wo ihr seid,“ und
setzte sich zu ihnen. „Soll ich euch nicht von etwas erzählen, das
wertvoller ist als das, wonach ihr mich heute gefragt habt?“ fragte er und
nachdem sie mit „Ja“ antworteten, fuhr er fort: „Dies sind Worte, die
Gabriel mir beibrachte. Sag nach den Gebeten jeweils zehn mal
Subhanallah – Preis und Lob sein Allah –, Alhamdulillah – Dank sei
Allah – und Allahu akbar – Allah ist groß. Und vor dem Schlafengehen
sollten wir sie jeweils 33 Mal aufsagen.“
In späteren Jahren sagte `Ali: „Seit der Gesandte Allahs uns diese
Worte beigebracht hatte, habe ich sie immer aufgesagt.

Es gibt viele Berichte über die harten und schwierigen Zeiten, die
Fatima durchmachte. In ihrem Haus gab es oft nichts zu essen. Eines
Tages hatte der Prophet (sas) Hunger. Er ging von einem Haus seiner
Frauen zum nächsten, aber keine hatte etwas zu essen. Dann ging er
zu Fatima, doch auch sie hatte nichts. Nachdem er etwas zu essen
bekommen hatte, schickte er Fatima zwei Brote und ein Stück Fleisch.
An einem anderen Tag ging er zum Hause Abu Ayyub Al Ansaris und
behielt etwas von dem Essen für Fatima. Sie wusste, dass der Prophet
(sas) oft lange Zeit nichts Richtiges zu essen hatte und bewahrte auch
immer für ihn von dem, was sie hatte. Eines Tages nahm sie ein Stück
Gerstenbrot mit und er sagte: „Dies ist die erste Nahrung, die dein Vater
seit drei Tagen zu sich genommen hat.“ Mit diesen Gesten zeigte sie,
wie sehr sie ihren Vater liebte. Und er liebte sie, liebte sie wirklich sehr.

Einmal kam er von einer Reise außerhalb Medinas zurück. Als erstes
ging er zur Moschee und betete zwei Gebetseinheiten, wie es seine
Gewohnheit war. Dann ging er, auch gewohnheitsmäßig, zu Fatima,
bevor er nach Hause zu seinen Frauen ging. Fatima begrüßte ihn,
küsste sein Gesicht, seinen Mund, seine Augen und weinte: „Warum
weinst du?“ fragte der Prophet (sas). „Ich sehe dich, oh Gesandter
Allahs, “ sagte sie „deine Farbe ist verblasst und fade. Deine Kleidung
abgetragen und schäbig.“ „Oh Fatima,“ antwortete der Prophet (sas)
zärtlich „weine nicht, denn Gott sandte deinen Vater mit einer Mission,
die jedes Haus dieser Erde erreichen wird, ob in Städten, Dörfern oder
Zelten (in der Wüste) und die entweder Erfolg oder Erniedrigung bringen
wird, bis diese Mission erfüllt wird, so wie die Nacht (unweigerlich)
einbrechen wird.“ Solche Äußerungen lenkten Fatimas Aufmerksamkeit
von der Härte des täglichen Lebens auf einen gewaltigen und tief
greifenden Ausblick, der von der Mission ausging, die ihrem Vater
anvertraut worden war. Schließlich kehrte Fatima zurück, um in einem
Haus zu leben, das nah an dem des Propheten lag. Das Grundstück
war von einem Medinenser, der wusste, dass es den Propheten sehr
freuen würde, seine Tochter als Nachbarin zu haben. Gemeinsam
teilten sie Freuden und Siege, Kummer und Leid der bedrängenden und
bedeutsamen Tage und Jahre in Medina. In der Mitte des zweiten
Jahres nach der Auswanderung wurde ihre Schwester Ruqayya mit
Fieber und Masern schwer krank. Dies war kurz vor der großen
Schlacht von Badr. Ihr Mann `Uthman blieb bei ihr und nahm nicht an
der Schlacht teil. Ruqayya starb kurz bevor ihr Vater zurückkehrte. Auf
dem Rückweg nach Medina war das Erste, was der Prophet (sas)
unternahm, ihr Grab zu besuchen.
Fatima begleitete ihn. Es war der erste Verlust, den sie im engen Kreis
der Familie erlitten, seit Chadidscha verstorben war. Fatima litt sehr
unter dem Verlust ihrer Schwester. Tränen liefen ihr über das Gesicht,
während sie mit ihrem Vater am Rande des Grabes saß. Er tröstete sie
und wischte ihr die Tränen mit einem Zipfel seines Mantels ab.
Zuvor hatte der Prophet gegen Wehklagen für Tote gesprochen, doch
das führte zu Missverständnissen. Denn als sie vom Friedhof
zurückkehrten, hörten sie die laute Stimme `Umars, der verärgert war
über die Frauen, die um die Toten bei Badr und Ruqayya weinten.
„`Umar, lass sie weinen“, sagte der Prophet und fügte hinzu: „Was vom
Herzen und von den Augen kommt, ist von Gott und seiner Gnade, doch
was von der Hand und von der Zunge kommt, ist vom Satan.“ Mit der
Hand meinte er das Schlagen auf Brust und Gesicht, mit der Zunge
meinte er das laute Geschrei der Frauen als Zeichen der Anteilnahme.
Später heiratete `Uthman eine andere Tochter des Propheten, Umm
Kulthum, weshalb er auch Dhun-nurayn genannt wird, Besitzer der zwei
Lichter.
Dem Verlust, den sie mit dem Tod Ruqayyas erlitten, folgte große
Freude, als Fatima, zum Jubel aller Gläubigen, im Ramadan des dritten
Jahres nach der Auswanderung einen Sohn zur Welt brachte. Der
Prophet (sas) sprach den Gebetsruf in das Ohr des Neugeborenen und
nannte ihn Al-Hasan, der Schöne.
__________________
Wenn Träume Hand und Fuß bekommen
und aus Wünschen Leben wird,
dann kann man wohl von einem Wunder sprechen.
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  #25 (permalink)  
Vieux 05/06/2008, 15h03
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AW: Die Rolle der Frau im Islam

Fortsetzung :

Ein Jahr später gebar sie einen zweiten Sohn, der Al-Husayn genannt
wurde, der kleine Hasan oder der kleine Schöne.
Fatima brachte ihre beiden Söhne oft zum Großvater, der eine starke
Bindung zu ihnen hatte. Er nahm sie oft mit in die Moschee, wo sie auf
seine Schultern kletterten, während er sich zum Gebet niederwarf.
Dasselbe tat er mit seiner Enkelin Umama, der Tochter Zaynabs.
Im achten Jahr nach der Auswanderung brachte Fatima ein drittes Kind
zur Welt, ein Mädchen, das sie nach ihrer ältesten Schwester Zaynab
benannte, die kurz vor ihrer Geburt verstorben war. Diese Zaynab war
es, die aufwuchs und später bekannt wurde als „die Heldin von
Kerbela“. Fatimas viertes Kind kam zwei Jahre später zur Welt. Dieses
Kind war ebenfalls ein Mädchen, das der Prophet nach Fatimas
Schwester Umm Kulthum nannte, die das Jahr zuvor an einer Krankheit
verstorben war.
Nur durch Fatima hatte der Prophet (sas) eine Nachkommenschaft. Alle
männlichen Kinder des Propheten starben im kindlichen Alter wie auch
Zaynabs Kinder `Ali und Umama. Ruqayyas Sohn `Abdullah starb auch
als er kaum zwei Jahre alt war. Auch dies ist ein Grund der Ehrerbietung
an Fatima.
Obwohl Fatima sehr beschäftigt war mit ihren Schwangerschaften, den
Geburten und dem Aufziehen der Kinder, beteiligte sie sich so gut sie
konnte an den Angelegenheiten der wachsenden Gemeinde in Medina.
Bevor sie heiratete, war sie eine Art von Bediensteten für die Armen und
die bedürftigen Ahl as-Suffah. Sobald die Schlacht von Uhud vorbei war,
ging sie mit anderen Frauen auf das Schlachtfeld, weinte über den Tod
der Märtyrer und nahm sich die Zeit, die Wunden des Propheten (sas)
zu versorgen. In der Grabenschlacht spielte sie zusammen mit anderen
Frauen eine sehr wichtige Rolle, indem sie während der langen
Belagerung kochte. An der Stelle ihres Hauses steht nun eine Moschee
– Masjid Fatima –, eine der sieben Moscheen, die die Muslime
bewahrten und in der sie ihre Gebete verrichteten.
Ebenso begleitete Fatima den Propheten bei seiner Umra im sechsten
Jahr nach der Hijra nach dem Vertrag von Hudaybiya. Im darauf
folgenden Jahr waren sie und ihre Schwester Umm Kulthum dabei, als
der Prophet (sas) zusammen mit einer gewaltigen Zahl von Muslimen
loszog, um Mekka zu befreien. Man sagt, dass beide – Fatima und
Umm Kulthum – bei dieser Gelegenheit das Grab ihrer Mutter
Chadidscha besuchten und Erinnerungen über ihre Kindheit, den
Einsatz und die langen Kämpfe während der ersten Jahre der Mission
des Propheten austauschten. Im Ramadan des zehnten Jahres, kurz
bevor der Prophet (sas) seine Abschiedswallfahrt anging, vertraute der
er Fatima ein Geheimnis an, das noch niemand wissen sollte: „Jedes
Jahr rezitierte Gabriel den Qur’an einmal mit mir. Dieses Jahr tat er es
zweimal und ich kann nicht anders, als zu denken, dass meine Zeit
gekommen ist.“
Während seiner Rückkehr von der Abschiedswallfahrt wurde der
Prophet (sas) ernsthaft krank. Seine letzten Tage verbrachte er im Haus
seiner Frau `A’ischa. Als Fatima kam, um ihren Vater zu besuchen, ließ
`A’ischa Vater und Tochter allein.
Eines Tages ließ er sie rufen. Als sie gekommen war, küsste er sie und
flüsterte ihr einige Worte ins Ohr. Sie weinte. Dann flüsterte er ihr noch
einmal ins Ohr und sie lächelte. `A’ischa sah dies und fragte: „Du weinst
und lachst zur gleichen Zeit, Fatima?! Was hat dir der Gesandte Allahs
gesagt?“ Fatima antwortete: „Zuerst sagte er mir, dass er seinen Herrn
in kurzer Zeit antreffen wird und so weinte ich. Dann sagte er: `Weine
nicht, denn du wirst die erste aus meinem Hause sein, die mich treffen
wird`, also lächelte ich.“
Er sagte auch zu ihr: „Gefällt es dir denn nicht, dass du die erste Frau
dieser Gemeinschaft bist?“
Nicht lange danach verstarb der Prophet (sas). Fatima war voller
Kummer und man sah sie oft aufgelöst in Tränen. Einer der Gefährten
des Propheten berichtete, dass er Fatima, möge Allah zufrieden sein mit
ihr, nach dem Tod des Propheten nicht mehr lachend gesehen hat.
Eines Morgens, in den ersten Tagen des Ramadan, weniger als fünf
Monate nach dem Tod des Propheten, wachte Fatima ungewöhnlich
glücklich auf und war voller Freude. Man sagt, dass sie am Nachmittag
jenes Tages Salma bint Umays, die sich um sie kümmerte, zu sich rief.
Sie wollte Wasser und badete. Dann zog sie neue Kleider an und
parfümierte sich. Dann bat sie Salma, ihr Bett in den Hof des Hauses zu
stellen. Mit dem Gesicht gen Himmel fragte sie nach ihrem Mann `Ali. Er
war bestürzt, als er sie mitten im Hof liegen sah und fragte sie, was los war.
Sie lächelte und sagte: „Heute habe ich eine Verabredung mit dem
Gesandten Allahs.“ `Ali weinte und sie versuchte, ihn zu trösten. Sie
sagte ihm, er solle sich um ihre beiden Söhne Al-Hasan und Al-Husayn
kümmern und dass sie ohne eine Zeremonie beerdigt werden möchte.
Dann drehte sie sich um und schaute in Richtung der Ka`ba, schloss die
Augen und schlief. Es war ein Schlaf, aus dem sie nicht mehr erwachte.
Fatima, die Strahlende, war gerade mal neunundzwanzig Jahre alt.
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